Stauprognose für Sonntag: Wo Autofahrer am 9. August mit den längsten Staus rechnen müssen

Der Ferienverkehr bleibt auch am Sonntag auf vielen deutschen Autobahnen ein Geduldsspiel. Während in mehreren Bundesländern die Sommerferien in den kommenden Tagen zu Ende gehen, befinden sich gleichzeitig zahlreiche Urlauber aus Bayern und Baden-Württemberg noch mitten in der Reisesaison. Das sorgt bundesweit für ein hohes Verkehrsaufkommen – vor allem auf den klassischen Rückreiserouten Richtung Norden und Westen.
Nach Einschätzung des ADAC und verschiedener Verkehrszentralen dürfte der Sonntagnachmittag erneut zu den staureichsten Zeiträumen des Wochenendes gehören. Neben dem Ferienverkehr verschärfen rund 1.000 Baustellen die Situation auf vielen Hauptverkehrsachsen zusätzlich.
Warum die Rückreiserouten inzwischen stärker belastet sind
Anders als zu Beginn der Sommerferien konzentriert sich das Verkehrsaufkommen mittlerweile nicht mehr ausschließlich auf die Strecken in Richtung Urlaubsgebiete. Inzwischen sind die Rückreiserouten vielerorts sogar stärker belastet.
Besonders betroffen sind Reisende aus Süddeutschland, Österreich, Italien und Kroatien, die sich auf den Heimweg in Richtung Nord- und Westdeutschland machen. Gleichzeitig enden die Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, während weitere Bundesländer kurz vor Ferienende stehen.
Auf diesen Autobahnen drohen die längsten Staus
Nach aktuellen Prognosen gehören mehrere Autobahnen zu den größten Belastungsschwerpunkten des Tages.
Vor allem auf der A3 zwischen Passau, Nürnberg, Würzburg, Frankfurt und Köln müssen Autofahrer mit längeren Verzögerungen rechnen. Auch die A7 bleibt auf weiten Abschnitten eine der am stärksten belasteten Reiserouten Deutschlands. Besonders zwischen Füssen, Ulm, Kassel und Hannover ist mit stockendem Verkehr zu rechnen.
Ebenfalls betroffen sind die A8 zwischen Salzburg, München, Stuttgart und Karlsruhe sowie die A9 zwischen München und Nürnberg. Auf diesen Strecken treffen Rückreiseverkehr, Tagesausflügler und Baustellen besonders häufig aufeinander.
Rund um die Ballungsräume Berlin, Hamburg, Frankfurt und München kann es zusätzlich zu regionalen Staus kommen.
Baustellen sorgen für zusätzliche Engpässe
Viele Verzögerungen entstehen nicht allein durch die hohe Zahl an Fahrzeugen. Bundesweit befinden sich derzeit zahlreiche Autobahnabschnitte im Umbau oder in Sanierung.
Bereits kleinere Zwischenfälle führen an diesen Engstellen häufig dazu, dass sich kilometerlange Rückstaus bilden. Besonders kritisch sind Baustellen auf den großen Nord-Süd-Verbindungen sowie auf wichtigen Transitstrecken in Richtung Österreich.
Auch aus dem Ausland rollt eine starke Rückreisewelle
Auf mehreren internationalen Reiserouten dürfte die Verkehrslage ebenfalls angespannt bleiben.
Dazu gehören insbesondere die Brennerautobahn in Österreich, die Tauernautobahn, die Gotthard-Route in der Schweiz sowie die wichtigsten Verbindungen aus Norditalien. Viele Urlauber kehren an diesem Wochenende aus den Alpenregionen oder von der Adria zurück.
An den Grenzübergängen nach Deutschland können zudem zusätzliche Wartezeiten durch die bestehenden Grenzkontrollen entstehen.
Wann die Lage am schwierigsten wird
Die größte Belastung erwarten Verkehrsexperten zwischen dem späten Vormittag und den frühen Abendstunden.
Vor allem zwischen 11 und 18 Uhr dürfte die Zahl der Staus deutlich zunehmen. Wer flexibel reisen kann, sollte entweder früh am Morgen starten oder die Fahrt auf den Abend verschieben.
Auch Navigationssysteme können helfen, kurzfristig auf weniger belastete Strecken auszuweichen.
Wer am Sonntag unterwegs ist, sollte auf den wichtigsten Reiserouten deutlich mehr Zeit einplanen als üblich. Vor allem auf den Autobahnen Richtung Norden und Westen dürfte sich der Ferienrückreiseverkehr bis in die Abendstunden bemerkbar machen. Aktuelle Verkehrsmeldungen und kurzfristige Störungen können die Lage zusätzlich verschärfen.
