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Mariä Himmelfahrt 2026: Wann der Feiertag ist und wo mehr Verkehr erwartet wird

Von Guillermo Escobar · August 9, 2026 · 4 Min. Lesezeit · 23 Aufrufe

Mariä Himmelfahrt 2026: Wann der Feiertag ist und wo mehr Verkehr erwartet wird

Am 15. August wird in Teilen Deutschlands Mariä Himmelfahrt gefeiert. Der christliche Feiertag gehört zu den ältesten Marienfesten überhaupt und hat vor allem in katholisch geprägten Regionen eine große Bedeutung. Auch 2026 finden rund um den Feiertag zahlreiche Gottesdienste, Prozessionen und Veranstaltungen statt.

Für viele Menschen ist der Tag zudem Anlass für Ausflüge oder Kurzreisen. Deshalb kann es insbesondere in einigen Regionen Bayerns und im Saarland zu einem höheren Verkehrsaufkommen kommen.

Wann ist Mariä Himmelfahrt 2026?

Mariä Himmelfahrt wird jedes Jahr am 15. August gefeiert. Im Jahr 2026 fällt der Feiertag auf einen Samstag.

Anders als Weihnachten oder der Tag der Deutschen Einheit handelt es sich jedoch nicht um einen bundesweiten Feiertag. Gesetzlicher Feiertag ist Mariä Himmelfahrt lediglich im Saarland sowie in zahlreichen Gemeinden Bayerns.

In Sachsen und Thüringen besitzt der Tag zwar kirchliche Bedeutung, ist jedoch kein gesetzlicher Feiertag.

Wo ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag?

Im Saarland gilt Mariä Himmelfahrt landesweit als gesetzlicher Feiertag. Behörden, Banken und viele Geschäfte bleiben geschlossen.

In Bayern hängt der Feiertagsstatus von der jeweiligen Gemeinde ab. Entscheidend ist, ob die Bevölkerung überwiegend katholisch geprägt ist. Deshalb wird Mariä Himmelfahrt nicht in allen bayerischen Städten und Gemeinden als gesetzlicher Feiertag begangen.

Trotzdem gehört der 15. August vor allem in Süddeutschland zu den wichtigsten kirchlichen Festtagen des Jahres.

Warum rund um den Feiertag mehr Verkehr entstehen kann

Obwohl Mariä Himmelfahrt nur regional gefeiert wird, können sich die Veranstaltungen und Ausflüge auf die Verkehrslage auswirken.

Besonders betroffen sind beliebte Ausflugsziele in Bayern, Wallfahrtsorte sowie touristische Regionen in den Alpen und im Voralpenland. Da der Feiertag mitten in die Sommerferien fällt, sind ohnehin viele Menschen unterwegs.

Zusätzlicher Verkehr kann unter anderem auf den Zufahrtsstraßen zu religiösen Veranstaltungen sowie in touristischen Regionen rund um Seen und Berge entstehen.

Diese Regionen könnten stärker belastet sein

Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen rechnen Verkehrsexperten insbesondere in Teilen Oberbayerns, Schwabens und Niederbayerns.

Zu den bekannten Regionen gehören unter anderem:

  • Raum München
  • Bayerisches Oberland
  • Allgäu
  • Chiemgau
  • Berchtesgadener Land
  • Wallfahrtsorte in Bayerisch-Schwaben
  • Saarbrücken und das Saarland

Auch auf den Autobahnen A8, A93, A95 und A99 kann es durch Ausflugsverkehr zeitweise voller werden als an gewöhnlichen Sommerwochenenden.

Traditionen rund um Mariä Himmelfahrt

Viele Gläubige besuchen an diesem Tag einen Gottesdienst. In zahlreichen Gemeinden finden außerdem Kräuterweihen statt.

Dabei werden traditionelle Kräutersträuße gebunden und während des Gottesdienstes gesegnet. Je nach Region bestehen diese Sträuße aus sieben bis zu 99 verschiedenen Kräutern.

Der Brauch reicht viele Jahrhunderte zurück und ist vor allem in Bayern bis heute lebendig geblieben.

In einigen Orten folgen anschließend Prozessionen durch die Innenstädte oder entlang religiöser Pilgerwege.

Maria Vesperbild zählt zu den bekanntesten Wallfahrtsorten

Eine der größten Veranstaltungen rund um Mariä Himmelfahrt findet traditionell in Maria Vesperbild in Bayerisch-Schwaben statt.

Der Wallfahrtsort zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an, die an Gottesdiensten und Lichterprozessionen teilnehmen. Rund um die Veranstaltungen kann es auf den Zufahrtsstraßen sowie in den umliegenden Gemeinden zeitweise zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen kommen.

Eines der ältesten Marienfeste der Christenheit

Historiker gehen davon aus, dass Mariä Himmelfahrt bereits seit dem 5. Jahrhundert gefeiert wird. Damit zählt der Feiertag zu den ältesten Marienfesten überhaupt.

Die offizielle kirchliche Bezeichnung lautet „Aufnahme Mariens in den Himmel“. Der heute gebräuchliche Name Mariä Himmelfahrt hat sich erst im Laufe der Zeit im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert.

Sommerferien und Ausflugsverkehr prägen die Verkehrslage

Auch wenn Mariä Himmelfahrt 2026 nur in Teilen Deutschlands gesetzlicher Feiertag ist, dürfte der Tag vor allem in Bayern und im Saarland zahlreiche Menschen zu Veranstaltungen, Gottesdiensten und Ausflügen bewegen. Da der 15. August mitten in die Ferienzeit fällt, kann es auf beliebten Ausflugsrouten und rund um bekannte Wallfahrtsorte zeitweise voller werden als an gewöhnlichen Sommertagen.

Guillermo Escobar